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EINER UNSERER 160 HANDGEMACHTEN FRUCHTAUFSTRICHE WIRD AUCH IHNEN GEFALLEN
 
Marmelade im Namen
von Flüchtlingen

- von Hussein A. -

Für den guten Zweck

Wir haben entschieden eine neue Marmeladensorte für den guten Zweck zu kreieren. Nach mehreren versuchen haben wir endlich die neuen Sorten gefunden: Feige Erdebeere und Orange Apfel Marzipan. Der Clou dahinter? Wir spenden 50% des Erlöses an eine Berliner Flüchtlingsorganisation.

Der Flüchtslingsrat Berlin ist bekannt für seine aktive Arbeit gegen Ungleichheit und für mehr Flüchtslingsrechte. Dem ganzen möchten wir mit unseren süßen Fruchtaufstrichen mehr Farbe und Herzlichkeit verleihen.

Feige Erdbeere

Feiner Fruchtaufstrich mit viel Feigen und ebenso vielen Erdbeeren. Natürlich ist die Feige der exotische Partner und die Erdbeere ist da der bekannte Partner. Die Feige dominiert den Geschmack natürlich deutlich. Wer Erdbeere liebt wird diesen Aufstrich als spannende Abwechslung betrachten und wer den feinen Geschmack der Feige schätzt, wird ebenso verzückt sein. In der Entwicklung haben wir auch einen Stollen damit befüllt und Plätzchen dekoriert.

Dieser Fruchtaufstrich enthält 75% Fruchtanteil mit kleineren Stücken.

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Orange Apfel Marzipan

Feiner Fruchtaufstrich mit süßen Orangen, herbem Apfel und einer großen Portion Marzipan. Eine geniale Kombination für die dunklen Tage und Momente, wo es einfach süß sein muß. Schleckermäuler finden hier einen neuen Kandidaten für das Butterbrötchen und eine tolle Füllung für Kuchen und Plätzchen. Auch zu Käse wird dieser Aufstrich gerne genommen.

Dieser Fruchtaufstrich enthält 75% Fruchtanteil mit kleineren Stücken.

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50% geht an die Organisation

Flüchtlingsrat Berlin e.V.

Der Flüchtlingsrat Berlin versteht sich als Netzwerk unterschiedlicher Initiativen, Gruppen und Einzelpersonen, die sich für die rechtliche Gleichstellung von Flüchtlingen und Migranten engagieren. Er unterstützt die Selbstorganisation von Flüchtlingen, insbesondere die Aktionen von “Jugendliche ohne Grenzen” für eine großzügige Bleiberechtsregelung und die vollständige Anerkennung der UN-Kinderrechte.

Interview mit Percival Correia

GESCHÄFTSFÜHRER

Ich bin dankbar, dass wir so gute Mitarbeiter gefunden haben. Wir sind eine kleine enge Familie, die sich zwar kulturell komplett voneinander unterscheidet, aber dennoch ein gemeinsames Ziel vor Augen hat: Die beste Marmelade der Welt zu finden.

 

Die Arbeit mit Flüchtlingen macht einfach Spaß!

  • Wie ist die Kommunikation mit den Flüchtlingen?

    Am Anfang war für mich eine Herausforderung, da ich selbst kein Deutscher bin.

    Vor 2 Jahren dann, als wir Hussein, einer unserer ersten Mitarbeiter überhaupt und auch noch Flüchtling, angestellt haben, noch nicht so viel Erfahrung mit Menschen seiner Herkunft sowie Kultur hatten, kamen Bedenken auf. Mittlerweile läuft fast alles einwandfrei

    Natürlich diese 2 Jahren zeigten mir, dass manche Witzen (Sowie z.b mit Bomben oder Explosion) überhaupt  nicht in Fragen kommen sollten, da es ihn entweder erschreckte oder an schlechte Zeiten erinnerten.

    Wir haben auch Fälle gehabt, wo er mich oder die von mir gegebene Aufgaben nicht richtig verstanden hatte und dementsprechend Fehler bei dem Kochprozess machte. Natürlich kann es jedem mal passieren, weshalb ich mich nie aufgeregt habe, sondern ihm den richtigen Weg zeigte, denn durch Fehlern lernt man auch.

    Begleitet Ihr aktiv als Arbeitgeber die Flüchtlinge damit sie sich in DE zurechtfinden? Könnt ihr mir ein Beispiel geben?

    Total! Von erstem Tag an, wenn sie Hilfe brauchen, sei es mit Jobcenter- oder Unterkunftsangelegenheiten sind wir jederzeit da. Beispiele gibt es viele. Es geht von einfachen Anrufen bei Wohnungsgesellschaften (Wir alle kennen den Berliner Wohnmarkt) bis persönliche Begleitung bei manchen Termine.

    Welche kulturellen Unterschiede gibt es und habt ihr miterlebt? Welche Probleme sind dadurch aufgetreten?

    Das Unternehmen ist an sich sehr Muti Kulti. Wir hegen eine offene Kultur mit homosexuellen, Menschen mit verschiedenen Religionen und Kulturkreisen. All das gibt es unter dem Marmelicious Dach.  Der größte Unterschied bei uns ist, dass wir sehr nah sind. Wir als Geschäftsführer sind kritikfähig und finden es super, dass wir miteinander offen und transparent mit Meinungen und Kritik umgehen können. Dank unserer Kultur sind wir mitten im Geschehen drin. Bei uns gibt es kein Wir und Ihr. Wir sind ein Team.

    Marmelicious hat meine Sichtweisen über Menschen aus bestimmter Herkunft positiv verändert, denn ich selbst als Homosexueller hatte so meine Bedenken. Meine einstigen Vorurteile konnten sich nicht halten. Heute kann ich nur darüber lachen, was ich mir gedacht habe. 

    Was sagen eure Freunde und Geschäftspartner dazu, dass ihr Flüchtlinge beschäftigt?

    Leider sind die meisten Menschen immer noch voller Vorurteile und behaftet mit Negativität. Wenn immer ich erwähne, dass wir Flüchtlinge beschäftigen, kommen typische Kommentare wie “Super billige Arbeitskräfte, ihr macht bestimmt guten Profit daraus…”

    Dann erkläre ich, dass es bei uns keine billige oder unterbezahlte Arbeitskräfte gibt, denn wir arbeiten nicht mit dem deutschen Mindestlohn 8,84€/h, sondern haben unsere eigene Mindestlohn der für jeden gilt, egal welcher Herkunft. Am Ende des Tages verändern auch wir die Sichtweisen unserer Freunde. Mittlerweile finden die es total cool und entschuldigten sich sogar für ihre Vorurteile. Gratulation an uns!

    Was konntet ihr von den Flüchtlingen lernen?

    Für mich ist das schönste an dieser gemeinsamen Arbeit ist, dass mein Team einen positiven Eindruck in Bezug auf Flüchtlinge und Menschen aus arabischen Ländern hinterlässt. Meine Sichtweise und Meinung wurden komplett verändert. Man sagt ja immer, dass ich als Schwuler nicht gerne in genau diesen Kulturkreisen gesehen werde. Als die derzeitige deutsche Regierung eben die Tore für die Flüchtlinge geöffnet hatte, bekam ich Panik. Was wenn ich nicht mehr frei ich selbst sein konnte? Was würde passieren wenn ich eine von ihnen auf der Straße begegne? 

    Erst im Nachhinein lernte ich von Hussein, dass meine Angst völlig sinnbefreit war. Umso wichtiger ist, dass ich gelernt habe, dass ich nicht alle in einem Topf schmeißen darf.

    Es ist fast so wie Marmelade kochen: Man muss das schlechte Obst vom guten trennen können. Es ist total egal, ob sie in die Moschee gehen oder nicht. Der gegenseitige Respekt soll vorhanden sein, ungeachtet ob ich schwul bin. Ich als ihr Chef zeige auch Respekt und nehme liebend gerne Kritik an. Denn nur daraus kann man lernen. Eine gute Kommunikation hat bei uns hohen Wert. Verschlossenheit ist bei uns ein Fremdwort. Auch gesunde Witze werden gemacht oder mal in der Küche getanzt…so macht halt die Arbeit mehr Spaß. Auch paar arabische Wörter umherwerfen tun wir auch!

    Natürlich gewähren wir Freistellungen, wenn es um den Besuch der Moschee geht oder wenn mal gebeten werden muss.

    Was tut ihr um die Integration der Flüchtlinge auf der Arbeit zu fördern?

    Klar, kommunizieren tun wir auf deutsch. Ich helfe so gut ich kann, die kleinen Rechtschreibfehler zu berichtigen. Unter sich sprechen sie auch mal arabisch um den Kommunikationsprozess unter sich zu beschleunigen.

    Ich ziele immer darauf ab, dass wir alle beim Deutsch bleiben. Denn sollte es Probleme geben, verstehen alle um was es geht. Auch die Kommunikation nach außen würde sich leichter gestalten, wenn wie sie aktiv fördern. Barrieren gibt es bis heute noch. 

    Gab es ein Thema, was einfach nicht in die Köpfe der Flüchtlinge reinging, entweder kulturell oder ähnliches?

    Rein theoretisch nein, es gab schon ein paar Schwierigkeiten denen zu sagen und zeigen, wie wichtig es ist Steuern zu zahlen und keine Schwarzarbeit zu leisten, aber nach 2 oder 3 mal erklären haben sie es angenommen und akzeptiert.

    Welche wertvollen Beitrag leisten die Flüchtlinge in eurem Unternehmen?

    Hussein ist das beste Beispiel, wie man von ganz unten bis nach oben sich im Unternehmen hocharbeiten kann. Als allererster Mitarbeiter überhaupt. Sein Flüchtlingshintergrund war dabei von zweiter Bedeutung. 

    Er leistet nicht nur eine sehr gute Arbeit, sondern er glaubt an uns, sowie wie wir an ihn glauben. Von Tag eins waren wir transparent zu einander und so meinte ich immer “Wenn wir wachsen und du Lust hast mit uns es zu tun, nehmen wir dich immer gern mit.” Und siehe da, er hat durchgehalten, war und ist immer da, wenn wir ihn  gebraucht haben sei es am Wochenende, Feiertagen oder ganz spontan. Danke dafür Hussein!

    Mittlerweile ist er bei uns Vollzeit beschäftigt, hat eine großen Bestimmungsanteil in der Küche und trifft gemeinsam mit mir Entscheidungen. Er hilft mir sogar bei der Suche von neuen Mitarbeitern für die Produktion. Auch beim Umbau der Küche er ist immer involviert und hat unter anderer auch gemeinsam mit dem anderen Koch eine Führungsposition und darf dementsprechend anderen Mitarbeitern Aufgaben erteilen.

Versüße dir den Tag!

Probiere einfach unsere leckeren Sorten aus und tu dabei was gutes. 50% des Erlös werden vollautomatisch an die Flüchtlingsorganisation überwiesen. Ohne wenn und aber.